13.12.2011 07:33 huldigt den Gegenstand

Ausstellung in Aachen: Melanie Richter bei Kunst aus NRW in der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Kornelimünster noch bis 8.1.2012

© Melanie Richter

Von: Maria Engels - 3 Bilder

Vor etwas mehr als einem Jahr hat die Kulturabteilung des Landes Nordrhein-Westfalen im Sinne der Künstlerförderung ein großformatiges Gemälde der jungen Künstlerin Melanie Richter mit dem Titel „Palibaby“ erworben, das inzwischen im Amtsbereich von Frau Ministerin Ute Schäfer präsentiert wird im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in Düsseldorf.

Bei Kunst aus NRW in der ehemaligen Reichsabtei planen wir nun als letztes Ausstellungsprojekt in diesem Jahr eine Schau für Melanie Richter, die von 1992-1997 an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf studierte und Meisterschülerin bei Dieter Krieg war, und zeigen damit wieder einmal eine noch ganz junge künstlerische Position.

Die in aller Regel großformatigen Gemälde von Melanie Richter huldigen dem Gegenstand und behandeln ihre Themen in Serien, wobei die Gegenstände sehr weitgehend abstrahiert, aber wie-der erkennbar in undefinierten, z. T. stark farbigen Bildgründen dynamisch schweben, bzw. an-geordnet sind.

Melanie Richter wird in Aachen verschiedene Serien ihrer großformatigen Bilder zeigen, sowohl die „Kandelaber“, wie ihre „Spacebabies“ und „Palibabies“, als aber auch Gläser und Flaschen.

Der technische Schaffensprozess der Künstlerin wird geprägt von der Nutzung eines industriell gereinigten Wachses, das sie heiß aufträgt, mit Farbe überarbeitet und dann partienweise zusammen mit der Farbe durch Erhitzen wieder ablöst., wobei eine Art auratischer, transparenter Strukturen auf der Leinwand entstehen, die sowohl dem Zufall als auch dem künstlerischen Kalkül entspringen.

Zur Malerei von Melanie Richter formuliert Gisela Elbracht-Igelhaut 2006: „Ihre Farb- und Formkompositionen bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion, ursprünglich Triviales wird erhöht zu motivischen Anlässen souveräner Malerei, die experimentell mit den materiellen Eigenschaften von Stearin (industrielles Wachs) arbeitet. Die bedeutungslosen körperlichen Ge-bilde fungieren nicht als Abbild mit Symbolcharakter. Sie überwinden ihre profane reale Dinglichkeit, entledigen sich der Semantik des Alltags und verwandeln sich in farbintensive, malerisch sichtbar werdende, explosive Energie.“

Maria Engels, M.A. Kuratorin

 

Kunst aus NRW
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