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ars longa
Melanie Richter - Bilder

Eröffnung
Fr. 7. Februar um 19 Uhr

Ausstellung: 8.02. - 16.02.2014

Öffnungszeiten:
Mi-Fr.16-18:00, Sa.11-14:00 u.n.V.

Initiative Die Treppe
Kunstförderverein Kreis Düren
Yorckstr. 3, 52351 Düren
Kunstförderverein Kreis Düren

Abb.: Flying Skeleton, 2013, 140x190 cm
Acryl, Pigment, Stearin / Baumwoll-Leinen

Pressetext
Ausstellungs-Ankündigung

 


 

 

Melanie Richter im Kunstförderverein Kreis Düren

 

Düren (5tief/Neuss). "ars longa" ist der Titel einer Ausstellung der Düsseldorfer Künstlerin Melanie Richter, die vom 7. Februar bis zum 16. April 2014 im Kunstförderverein Kreis Düren zu sehen ist. Gezeigt wird hauptsächlich großformatige Malerei aus zwei aktuellen Werkgruppen: „Skulls“ (Knochen) und „Candle“ (Kerze). Die Bilder zeigen in krass farbigen Bildraum schwebende Figuration, umhüllte Skelette und Kandelaber mit tropfenden Kerzen. Mit ihrem Werk thematisiert die Absolventin und mehrfach ausgezeichnete Meisterschülerin der Kunstakademie Düsseldorf Licht, Raum und Zeit; den Mensch, das Werden und Vergehen und die Unendlichkeit - aber auch das Überdauern, der Kunst, wie der Ausstellungstitel ‚ars longa’ andeutet. Charakteristisch für die Malerei von Melanie Richter ist eine von ihr entwickelte spezielle Technik. In ihrem Atelier verarbeitet sie hierfür Stearin, ein hochwertiges Wachs, das hauptsächlich aus pflanzlichem Fett gewonnen wird. Dieses vermalt sie im flüssigen Zustand und bringt es mit Farbpigmenten auf ungrundierter Leinwand zusammen. Nach Übermalung der gesamten Bildfläche bringt die Künstlerin durch Erhitzen mit einem Fön das Wachs noch einmal zum Schmelzen und legt Formen und Figuren final nocheinmal frei. Die so entstandenen Vanitas-Motive in der Ausstellung sind auf eine Art Bilder der Zukunft – ähnlich wie Röntgenbilder – die zeigen, was früher oder später, sozusagen im Licht der Zeit, beispielsweise vom (leiblichen) Menschsein übrigbleibt. Im Zweifel ist es jedenfalls die Kunst selbst, die uns überdauert.

Inspiration erfährt die Künstlerin unter anderem durch ein Modell-Skelett, Leihgabe einer Bildhauer-Kollegin, welches in ihrem Atelier steht. Den Vergleich ihrer Arbeiten mit anatomischen Studien lehnt Richter ab. „Den Knochenmann schau ich mir mal kurz an und dann stelle ich ihn weg.“ Alles weitere passiert anschließend in ihrer Vorstellung und auf der Leinwand und ist vor allem Produkt ihrer Maltechnik. „Letzten Endes sind meine Werke eigene Formen, der Prozess der Verarbeitung bildet dabei den Bildcharakter, er bestimmt letzten Endes das Motiv. Es sind deshalb aber keine experimentellen Arbeiten. Auch materialbedingte Unwägbarkeiten gehören zum Konzept, da ich mich mit den Ingredienzien meiner Arbeiten sehr lange auseinandergesetzt habe“, betont die Künstlerin.

Stefanie Sülzen, Kuratorin des Kunstförderkreises hat Melanie Richter in ihrem Atelierhaus mit eigenem Bahnsteig am Hauptbahnhof Neuss besucht, sich für diese Malerei begeistert und zur Ausstellung in Düren gebracht.

Der Verein lädt zur Vernissage am Freitag 7. Februar um 19 Uhr, zu der die Künstlerin anwesend ist. Die Ausstellung geht bis zum 16. April diesen Jahres und kann zu den üblichen Öffnungszeiten Montag bis Mittwoch von 16 bis 18:30 Uhr und Samstag von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Zum Abschluss findet am Sonntag 16. März um 11 Uhr eine Finissage statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kunstfoerderverein-dn.de oder auf der Webseite der Künstlerin unter www.melanierichter.de. Ort der Ausstellung: Kunstförderverein Kreis Düren, Yorckstr. 3, 53251 Düren.

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Bildunterzeile: Melanie Richter, „Flying Skeleton’, 2013, Acryl, Pigment, Stearin auf baumwoll-Leinen, 140x190cm (VG Bild Kunst)